Die Zukunftsperspektiven illustrieren
die strategischen Entwicklungsziele und zeichnen eine Stadt, wie sie sein könnte. Alle Zukunftsperspektiven sind als künstliche Orte entwickelt worden, um alle 6 Strategischen Entwicklungsziele gleichzeitig in einem Bild darstellen und um durch Überhöhungen die Maßnahmen deutlich machen zu können.

Am Stadtrand liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung des Randbereiches. Hier geht es um die Gestaltung des Überganges von Stadt zu Landschaft, die Verbindung von Wohnen und Gewerbe sowie der Markierung der Stadteingänge.

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Innen- vor Außenentwicklung!

  • Herausarbeitung von Ortseingängen stärken die Orientierung im Quartier.
  • Verbesserung der Übergänge von Siedlungs- zu Landschaftsraum mit vielgestaltigem Schul-, Sport- und Freiraumband.
  • Setzung von Versorgungszentrum dient als wichtiger Treffpunkt zwischen Bestand- und Neubauquartieren.
  • Verdichtung des Gewerbes durch mehrgeschossige Hochbauten.
  • Kompakte Quartiershubs bieten in bestehenden EFH-Strukturen Raum für Nahversorgung und soziale Infrastrukturen.

 

Identität weiterdenken!

  • Erlebbarmachung der Hänge (Wein, Streuobstwiesen etc.) durch die Einbindung in das übergeordnete Freiraumnetz.
  • Entwicklung von weitläufigen und vielfältigen Freiräumen für die Bürgerschaft und Besucher gleichermaßen.
  • Schaffung von Klein- und Gemeinschaftsgärten zur Aneignung.

 

Wohnen für alle!

  • Verbindung von vorhandenen Wohnungsbaustrukturen durch ein kompaktes und dichtes neues Wohnquartier mit ergänzenden und bezahlbaren Wohnraumangeboten.
  • Belebung von Gewerbe und monotonen Wohnsiedlungen durch Funktionsmischung.

 

Gestaltung einer nachhaltigen Mobilität!

  • Verbesserung der Anbindung an Würzburgs Zentrum und die Landschaftsräume durch Ausbau des Nahmobilitätsnetzes.
  • Ergänzung des ÖPNV- Angebotes durch flexible Mobilitätsangebote (Rufbus, Sharing-Angebote etc.).
  • Verbesserung des ÖPNV-Angebots durch mögliche Straßenbahnlinien in nachverdichteten Gebieten.

 

Die ökologische Stadt!

  • Entwicklung klimaneutraler Siedlungen und Gewerbestandorte durch Dach- und Fassadenbegrünung, Nutzung von Solarenergie, lokalem Regenwassermanagement (Rückhaltekaskaden am Hang) etc.
  • Verbesserung des Mikroklimas durch Anpassung der Gebäude- und Dachformen an die Kaltluftschneisen.
  • Aufwertung von Biotopstrukturen durch Renaturierung von Fluss- und Bachauen mit Überschwemmungszonen.

 

Würzburger Wirtschaft profilieren!

  • Entwicklung von alten Hofstrukturen zu attraktiven Tagungsstätten und Übernachtungsbetrieben.
  • Ausbau der Direktvermarktung von Landwirtschaftsbetrieben.
  • Qualifizierung der Gewerbegebiete zu gemischten, verdichteten Standorten.

 

An welchen Orten in Würzburg sollten Aspekte aus dieser Zukunftsperspektive umgesetzt werden? Was müsste dabei berücksichtigt werden?

5 Kommentare
  1. Neben den strategischen Entwicklungszielen gilt auch für die einzelnen Bereiche wie den Stadtrand, dass die gesteckten ehrbaren Ziele auch wirklich eingehalten und in die Tat umgesetzt werden müssen. Bislang ist das jedenfalls nicht zu erkennen (Erhalt von Naherholungsgebieten, ÖPNV-Anbindung, etc.???) Stattdessen werden sog. Arrondierungen präferiert, die aber in Wirklichkeit auch eine Erweiterung in den wertvollen Außenbereich darstellen.

  2. Solange in Unterdürrbach wie in den vergangenen Jahrzehnten seitens der Kommune eine gewisse Unlust herrscht, gegen das ständig steigende Verkehrsaufkommen mit seinen nervenzehrenden Begleiterscheinungen vorzugehen, erübrigt sich jede Planung, das Viertel baulich für Anwohner und vielleicht auch noch motorisierte Besucher attraktiver zu machen. Die Hauptstraße (Unterdürrbacher Straße u. Dürrbachtal) ist bereits jetzt Teil der “guten Anbindung”, allerdings mit anarchieähnlichen Auswüchsen. Es wird durchgehend, aber ganz besonders an Sommerwochenenden, wenn man als Anwohner gemütlich im Garten verbringen und mit geöffneten Fenstern schlafen möchte, ungehemmt gerast, getunt, gehupt, mit quietschenden Reifen durch die Doppelkurve vor der Schule gepfiffen, am Besten noch mit ohrenbetäubender Musik und hoher Drehzahl und auch Autorennen durch die parallel verlaufenden Straßen habe ich schon beobachtet. Die Gehwege sind regelmäßig dazu da, ungebremst Engstellen überwinden zu können, die nagelneuen Fußgängerinseln werden sportlich auf der falschen Seite umfahren, um kleinen Kindern am Straßenrand auszuweichen (vor dem Kinderspielplatz!) bzw. nervige Radfahrer oder “30-Schleicher” zu überholen…oder einfach so zum Spaß, die ebenso neuen, großzügig angelegten Bushaltestellen braucht Autofahrer zum Ausholen, um mit Maximalgeschwindigkeit durch die Kurven zu heizen. Radwege wurden im Rahmen der Sanierung nicht geplant und nicht gebaut, weil hier ja Tempo 30 (!) gilt, als Radfahrer oder 30-Fahrer wird man mit schöner Regelmäßigkeit von eiligen Durchreisenden schickaniert und lautstark überholt, notfalls wird dabei auch gerne mal der Gegenverkehr ausgebremst und mit dem Stinkefinger signalisiert, daß man ein lästiges Verkehrshindernis ist. In warmen Sommernächten mit offenem Fenster zu schlafen ist völlig undenkbar bei dem Krawall, sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad an der Hauptstraße zu bewegen ist nervtötend und gefährlich, also fährt man selber gegen jede Überzeugung auch kleine Strecken innerorts lieber mit dem Auto. So gesehen mutiert Unterdürrbach tatsächlich ganz ohne Plan immer mehr zur “Event”meile.
    Insofern ist es absehbar, daß sich auch die Sache mit dem “bezahlbaren Wohnen” zeitnah ganz von alleine einstellt. Die Lage an der Straße hat den Charme einer Autobahnraststätte, die Gärten sind grade noch für Rasenmäherspäße wirklich geeignet und wer schlau ist, legt sich einen ökologisch und mikroklimatisch zwar fragwürdigen aber pflegeextensiven Schotter-Hausgarten an oder pflastert die Sache gleich ganz zu und sucht sich für die Sommermonate eine Ersatzidylle abseits der Straße. Wer kann, zieht eben auch wieder weg aus dem schönen “grünen” Vorort…
    Ohne ernsthaftes und effektives Bemühen seitens der Kommune, die Verkehrssituation in Unterdürrbach wohnquartierstauglich in zivilisierte Bahnen zu bringen und das Verkehrsaufkommen nicht noch weiter zu befördern halte ich jede “Rosa-Wölkchen” Planung für Makulatur und rausgeworfenes Geld.

  3. Meinrad Löhr und Werner Schindelin sprechen bereits wichtige Punkte an, die in den oben vorgestellten Zeilen noch nicht deutlich genug zum Ausdruck kommen:
    Für die Entwicklung hin zu einer für alle lebenswerten Stadt ist es wichtig, die Hürden für den motorisierten Individualverkehr (MIV) deutlich zu erhöhen und stattdessen kompromisslos priorisierte schnelle und sichere Verbindungen für den Fuß- und Radverkehr, sowie den ÖPNV zu schaffen. Es darf auch unter zeitlichen und finanziellen Gesichtspunkten für niemanden lohnend sein, den MIV gegenüber dem Radverkehr oder dem ÖPNV für Fahrten in der Stadt oder in die Stadt zu bevorzugen. Am Rand der außenliegenden Gebiete sollten daher Park&Ride-Plätze geschaffen werden, die vom ÖPNV der umliegenden Gebiete/Landkreise angesteuert werden und die in hohem Takt an den innerstädtischen ÖPNV angeschlossen sind. Davon profitieren die außenliegenden Gebiete durch eine verbesserte ÖPNV-Anbindung an das Stadtzentrum und das Stadtzentrum durch eine geringere Belastung durch den MIV.

    Anmerkungen zur aktuellen Lage:
    – Die Talavera und Residenzplatz sind nicht am Stadtrand gelegen.
    – Außer den Fernradwegen, die am Main entlang von Zell und Randersacker nach Würzburg führen lassen sich in der Stadt keine durchgehend ordentlich gestalteten Radverkehrsführungen erkennen, die ernsthaft zum Verzicht auf den MIV einladen.

  4. Eine Verbesserung der Anbindung an Würzburgs Zentrum ist wichtig. Aber absolut vorrangig für den öffentlichen Nahverkehr und den Radverkehr. Bewohner des Stadtrandes, die eine schnellere Anbindung für den Autoverkehr fordern, sehen leider immer noch nicht, dass diese Möglichkeiten auch von AutofahrerInnen genutzt werden, die aus den Lankreisgemeinden kommen. So wird aus einem relativ ruhigen Stadtteil wie z.B. Oberdürrbach schnell ein Durchfahrtsstadteil. Bereits mit der heutigen Anbindung loben mache Bewohner der Gemeinden Veitshöchheim und Güntersleben die schnelle Erreichbarkeit Würzburgs, bzw. den Industriegebieten Würzburg – Ost und Lengfeld, über Oberdürrbach. Im Hinblick auf das aktuell neue Baugebiet in Veitshöchheim, am Rande von Oberdürrbach, wird auch ohne schnellere Anbindung für den Autoverkehr, mit mehr Durchgangsverkehr zu rechnen sein.
    Wer sich entschließt, in einem solchen Stadtteil zu wohnen, sollte die Dinge genießen, die bereits vor Ort sind: Natur und Ruhe, und diese nicht opfern, wegen ein paar Minuten, die man sich durch eine schnellere Anbindung spart.

  5. Seitvielen Jahren plädiere ich für Park and Ride-Plätze an den Einfahrten nach Würzburg. Mittlerweile sind die damaligen Freiflächen zugebaut in Sportgelände Sanderau von Richtung Randersacker, Würzburger Hofbräu Zellerau von Zell, Postgelän-de von Richtung Estenfeld.
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    Ich plädiere jetzt für Gelände am jetzt aufgelösten Seniorenstift
    Bürgerspital Sanderau ( städt.Vorkaufsrecht) vor Eigentums-übergang zu S.Oliver; für Gelände Faulenbergkaserne Nürnberger-straße von Staat). Für die anderen z.B. Straßenbahnendhalte-stelle Zellerau weiß ich keine Ausweichorte für Park and Ride.

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